Das Haus der Technik (HDT) hat auf seiner Übersichtsseite wieder zahlreiche Seminare und Weiterbildungen zum Explosionsschutz veröffentlicht. Das Programm deckt Grundlagen, Explosionsschutzdokumente, Ausbildung zum Explosionsschutzbeauftragten, Maschinenbau, elektrische Antriebe sowie SIL und funktionale Sicherheit ab.
Neue Termine für Explosionsschutz und SIL beim HDT
Wer sich im Bereich Explosionsschutz fachlich auf Stand halten will, findet beim Haus der Technik aktuell wieder ein breites Weiterbildungsangebot. Auf der HDT-Seite zum Themenbereich Explosionsschutz sind für 2026 und 2027 zahlreiche Seminare, Workshops und Veranstaltungen gelistet – von kompakten Grundlagenformaten bis hin zu mehrtägigen Qualifizierungen für befähigte Personen und Fachkräfte.
Das ist relevant, weil Explosionsschutz in der Praxis eben nicht nur aus der Auswahl eines passenden ATEX-Geräts besteht. Betreiber, Planer, Instandhalter und Sicherheitsverantwortliche müssen technische, organisatorische und rechtliche Anforderungen sauber zusammenbringen. Genau dort setzen viele der aktuellen HDT-Angebote an. Das HDT beschreibt auf seiner Seite selbst, dass die Seminare praxisnahes Wissen zu Explosionsschutz, SIL und Störfallmanagement vermitteln. Außerdem verweist es auf die drei klassischen Ebenen des Explosionsschutzes: primäre, sekundäre und tertiäre Maßnahmen.
Was aktuell im Programm steht
Ein klassischer Einstieg ist das eintägige Seminar „Grundlagen des Explosionsschutzes“. Laut HDT richtet es sich auch an Anfänger mit technischem Grundverständnis. Aktuelle Termine sind unter anderem der 2. September 2026, 1. März 2027 und 1. September 2027 in Essen. Die Teilnahmegebühr liegt bei 890 Euro.
Für Personen mit konkreter Verantwortung in Betrieben ist die „Weiterbildung im Explosionsschutz“ interessant. Das Seminar nennt ausdrücklich befähigte Personen nach Anhang 2 Abschnitt 3 BetrSichV, außerdem Planungsingenieure und Sicherheitsfachkräfte als Zielgruppe. Genannte Termine sind etwa der 18. Juni 2026, 5. November 2026, 10. März 2027, 9. Juni 2027 und 4. November 2027. Veranstaltungsorte sind Travemünde, Essen und Timmendorfer Strand.
Wer tiefer einsteigen will, findet die „Ausbildung zum Explosionsschutzbeauftragten“. Das HDT beschreibt diese viertägige Ausbildung als Qualifizierung zu primärem, sekundärem und tertiärem Explosionsschutz. Für 2026 und 2027 sind mehrere Termine in Essen und Travemünde gelistet, darunter 5.–8. Mai 2026, 30. Juni–3. Juli 2026 und 1.–4. Dezember 2026. Die Teilnahmegebühr beträgt 2.390 Euro.
Ebenfalls praxisnah ist das Seminar „Das Explosionsschutzdokument“. Inhaltlich geht es laut HDT um praktische Hilfen zur Erstellung eines Explosionsschutzdokuments gemäß § 6 Absatz 9 Gefahrstoffverordnung und Anhang I. Genannte Termine sind 3. November 2026 und 8. März 2027 in Essen.
Auch für Maschinenbauer und Antriebstechnik relevant
Interessant ist das Programm nicht nur für klassische Betreiber chemischer oder verfahrenstechnischer Anlagen. Das HDT listet auch Seminare wie „Explosionsschutz für Maschinenbauer“ mit Terminen am 16.–17. Juni 2026 und 6.–7. Oktober 2026 in Essen und Travemünde. Inhaltlich geht es um Grundlagen und die elektrische Ausrüstung von Maschinen für explosionsgefährdete Bereiche.
Dazu kommt das Seminar „Explosionsgeschützte elektrische Antriebe, Motoren und Flurförderzeuge“ zur Verwendung in explosionsgefährdeten Bereichen nach ATEX 2014/34/EU, terminiert auf den 3.–4. Dezember 2026 in Essen. Vermittelt werden laut HDT Grundlagen des Explosionsschutzes, Zündschutzarten sowie Fragen zu Schutz, Reparatur und Wartung elektrischer Maschinen.
Essener Explosionsschutztage bleiben ein fester Termin
Ein zentrales Format im Kalender sind weiterhin die Essener Explosionsschutztage. Auf der aktuellen Seite werden bereits die 20. Essener Explosionsschutztage für den 15.–16. September 2026 in Essen angekündigt. Das HDT beschreibt die Veranstaltung als Format mit fachbegleitender Ausstellung, neuen rechtlichen Grundlagen und 13 Fachvorträgen zur betrieblichen Umsetzung. Teilnahme ist laut Seite sowohl online als auch in Präsenz möglich.
Warum das für die Praxis zählt
Viele Unternehmen reden beim Explosionsschutz immer noch zuerst über Gerätekennzeichnung und Zoneneignung. Das ist zu kurz gedacht. In der Realität geht es genauso um Gefährdungsbeurteilung, Dokumentation, organisatorische Maßnahmen, Instandhaltung, funktionale Sicherheit und die Frage, wer im Unternehmen dafür fachlich sauber aufgestellt ist. Genau deshalb sind solche Weiterbildungsangebote relevant – nicht als Selbstzweck, sondern weil Fehler im Explosionsschutz schnell teuer, gefährlich und haftungsrelevant werden. Diese Einordnung ergibt sich aus den von HDT hervorgehobenen Themenfeldern wie Explosionsschutzdokument, Betreiberverantwortung, funktionale Sicherheit und rechtliche Grundlagen.
Fazit
Das aktuelle HDT-Programm zeigt ziemlich klar, wohin die Reise geht: weg vom reinen Basiswissen, hin zu spezialisierter Weiterbildung für konkrete Rollen in Betrieb, Planung und Technik. Wer im Explosionsschutz Verantwortung trägt, sollte solche Termine nicht nur als „Schulung“ sehen, sondern als Werkzeug, um technische Anforderungen, gesetzliche Pflichten und praktische Umsetzung zusammenzubringen. Einen Überblick über alle aktuell gelisteten Veranstaltungen bietet die Explosionsschutz-Seite des Haus der Technik.
Quelle: Haus der Technik, Themenbereich „Explosionsschutz“ mit Seminarübersicht und Terminen.