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Ex UniCase: Ein ATEX-Gehäuse für verschiedene Tablet-Generationen

14. Juli 2026 durch
Ex UniCase: Ein ATEX-Gehäuse für verschiedene Tablet-Generationen
seeITnow GmbH, Jörg Brinkmann
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Tablets sind aus Wartung, Instandhaltung, Dokumentation und mobilen Industrieanwendungen kaum noch wegzudenken. In explosionsgefährdeten Bereichen entsteht jedoch häufig ein Problem: Das explosionsgeschützte Gehäuse ist exakt für ein bestimmtes Tablet-Modell konstruiert. Wird dieses Gerät abgekündigt oder durch eine neue Generation ersetzt, muss oftmals auch das komplette ATEX-Gehäuse ausgetauscht werden.

Die Ex UniCase von Armadex verfolgt einen anderen Ansatz: Das zertifizierte Gehäuse bleibt bestehen, während die Anpassung an das jeweilige Tablet über gerätespezifische Inlays und Bedienelemente erfolgt.

Das Gehäuse bleibt – das Tablet kann wechseln

Das Grundprinzip der UniCase ist einfach: Statt für jedes Tablet ein vollständig neues explosionsgeschütztes Gehäuse zu entwickeln, werden das zertifizierte Außengehäuse und die gerätespezifische Anpassung voneinander getrennt.

Wechselt ein Unternehmen später auf ein anderes unterstütztes Tablet-Modell, müssen daher grundsätzlich nur die entsprechenden Inlays und Anpassungsteile ausgetauscht werden. Das eigentliche Ex-Gehäuse kann weiterverwendet werden.

Damit bietet die UniCase insbesondere für Unternehmen Vorteile, die ihre mobilen Geräte regelmäßig erneuern oder unterschiedliche Tablet-Plattformen einsetzen.

Entscheidend sind die Abmessungen des Tablets

„Universell“ bedeutet allerdings nicht, dass jedes beliebige Tablet eingesetzt werden kann. Die wichtigste Voraussetzung ist, dass das gewünschte Gerät von seinen Abmessungen und seiner Bauform in die UniCase passt.

Das Gehäuse ist nach Herstellerangaben für gängige Tablets im Bereich von etwa 10 bis 11 Zoll ausgelegt. Unterstützt werden unter anderem ausgewählte Modelle von Apple, Samsung und Microsoft. Auch weitere Geräte können grundsätzlich infrage kommen, sofern Abmessungen, Position der Bedienelemente und weitere technische Anforderungen berücksichtigt werden können.

Vor der Bestellung sollte deshalb immer geprüft werden:

  • Passt das Tablet hinsichtlich Länge, Breite und Dicke in das Gehäuse?

  • Wo befinden sich Ein-/Aus-Taste und Lautstärketasten?

  • Welche Anschlüsse und Bedienelemente müssen erreichbar bleiben?

  • Wie soll das Gerät geladen werden?

  • Gibt es Besonderheiten bei Kamera, Mikrofon oder weiteren Sensoren?

Nicht allein die Bildschirmdiagonale entscheidet, sondern die tatsächliche Geometrie des Geräts.

Gerätespezifische Inlays sorgen für sicheren Halt

Innerhalb der UniCase wird das Tablet durch modellspezifische Eck-Inlays positioniert. Diese werden an die Abmessungen und die Geometrie des jeweiligen Geräts angepasst.

Dadurch sitzt das Tablet stabil im Gehäuse, ohne dass für jedes Modell eine vollständig neue Case erforderlich wird. Laut Hersteller dienen die Inlays außerdem der sicheren Positionierung und Vibrationsfestigkeit.

Die Inlays sind damit das Verbindungselement zwischen dem universellen Außengehäuse und dem konkreten Tablet-Modell.

Tasten und Bedienung werden angepasst

Auch die physischen Bedienelemente eines Tablets liegen je nach Hersteller und Modell an unterschiedlichen Stellen. Deshalb müssen beispielsweise die Ein-/Aus-Taste oder die Lautstärkeregelung passend zum eingesetzten Gerät ausgeführt werden.

Die UniCase kann mit entsprechenden gerätespezifischen Tastenanpassungen ausgestattet werden. Dadurch bleiben die benötigten physischen Bedienelemente auch innerhalb des geschlossenen Gehäuses nutzbar.

Welche Funktionen tatsächlich zur Verfügung stehen, hängt vom jeweiligen Tablet-Modell und der dafür vorgesehenen Ausführung der UniCase ab.

Anpassbare Lademöglichkeit

Auch der Ladeanschluss unterscheidet sich von Gerät zu Gerät. Neben der Position können sich Anschlussart und technische Ausführung ändern – beispielsweise beim Wechsel von älteren Anschlüssen auf USB-C.

Die Lademöglichkeit der UniCase wird daher passend zum vorgesehenen Tablet ausgeführt. Bei der Auswahl eines neuen Geräts muss geprüft werden, ob und wie sich dessen Ladeanschluss innerhalb des UniCase-Systems umsetzen lässt.

Wichtig bleibt dabei: Das Tablet darf ausschließlich entsprechend der Betriebsanleitung, der Zertifizierung und den Vorgaben des Herstellers verwendet und geladen werden. Insbesondere ist zu beachten, ob das Laden innerhalb oder nur außerhalb des explosionsgefährdeten Bereichs zulässig ist.

ATEX- und IECEx-zertifiziert für Zone 2 und Zone 22

Die Ex UniCase ist für Anwendungen in Zone 2 und Zone 22 vorgesehen und verfügt nach Herstellerangaben über eine ATEX- und IECEx-Zertifizierung.

Sie eignet sich damit beispielsweise für mobile Anwendungen in:

  • Chemie- und Prozessindustrie

  • Energieversorgung

  • Öl- und Gasindustrie

  • Lackier- und Beschichtungsbetrieben

  • Lebensmittel- und Futtermittelproduktion

  • Lager-, Abfüll- und Produktionsbereichen mit gelegentlich auftretender explosionsfähiger Atmosphäre

Die UniCase ist jedoch keine Lösung für Zone 1 oder Zone 21. Vor dem Einsatz müssen deshalb immer die Zoneneinteilung, die erforderliche Gerätekategorie, die Gas- oder Staubgruppe sowie die Temperaturklasse beziehungsweise die zulässige Oberflächentemperatur geprüft werden.

Wirtschaftlicher bei regelmäßigen Gerätewechseln

Der besondere Vorteil des Systems zeigt sich über den gesamten Nutzungszeitraum. Bei einem klassischen tabletspezifischen ATEX-Gehäuse kann ein Modellwechsel bedeuten, dass sowohl das Tablet als auch das Gehäuse ersetzt werden müssen.

Bei der UniCase bleibt das zertifizierte Grundgehäuse erhalten. Bei einem kompatiblen neuen Tablet werden lediglich die gerätespezifischen Komponenten angepasst. Der Hersteller hebt deshalb insbesondere die geringeren Kosten und die reduzierte Umweltbelastung bei zukünftigen Gerätewechseln hervor.

Das kann besonders interessant sein, wenn:

  • Tablets regelmäßig erneuert werden,

  • mehrere Standorte dieselbe Gehäuseplattform verwenden sollen,

  • unterschiedliche Betriebssysteme eingesetzt werden,

  • die langfristige Verfügbarkeit eines bestimmten Tablet-Modells ungewiss ist,

  • Investitionen in explosionsgeschützte Hardware besser geschützt werden sollen.

Nicht jedes Tablet ist automatisch freigegeben

Trotz des modularen Konzepts darf ein beliebiges Tablet nicht eigenständig in das Gehäuse eingesetzt werden. Die Kombination aus UniCase, Inlays, Tastenanpassung, Lademöglichkeit und Tablet muss als vorgesehene und freigegebene Ausführung geliefert beziehungsweise bestätigt werden.

Ein selbstständiger Umbau oder der Austausch gegen ein nicht freigegebenes Gerät kann die Konformität und den sicheren Betrieb gefährden.

Vor einem geplanten Gerätewechsel sollte daher immer geprüft werden, ob das neue Modell:

  1. mechanisch in die UniCase passt,

  2. durch passende Inlays sicher aufgenommen werden kann,

  3. hinsichtlich Tasten und Anschlüssen unterstützt wird,

  4. Bestandteil einer zulässigen beziehungsweise freigegebenen Konfiguration ist.

Fazit

Die Ex UniCase ist ein interessanter neuer Ansatz für den mobilen Einsatz von Tablets in explosionsgefährdeten Bereichen. Anstatt Tablet und ATEX-Gehäuse als dauerhaft untrennbare Einheit zu betrachten, trennt das System das zertifizierte Gehäuse von der gerätespezifischen Anpassung.

Das Case bleibt bei einem kompatiblen Gerätewechsel erhalten. Angepasst werden insbesondere die Inlays, die Bedienung der physischen Tasten und die Lademöglichkeit.

Die wichtigste Voraussetzung ist jedoch immer, dass das gewünschte Tablet von seinen Abmessungen und technischen Eigenschaften für die UniCase geeignet ist. Deshalb empfehlen wir, das geplante Tablet-Modell bereits vor der Bestellung oder vor einem späteren Gerätewechsel mit uns abzustimmen.

Die derzeit verfügbaren Ausführungen der Ex UniCase für Zone 2 und Zone 22 finden Sie im ATEXshop.de.

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